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2018/19

Änderungen der RuVO 2018/19

siehe auch Amtliche Mitteilungen 2018/04

Rechts- und Verfahrensordnung des FSA

§ 37 a Neu – Strafen gegen Vereine bei Nichterfüllung der Anzahl einsatzfähiger Schiedsrichter

  1. Die Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls gemäß § 13 a der Spielordnung (SpO) wird im FSA einheitlich bewertet sowie geahndet. Sanktionen gegen Vereine wegen fehlender Schiedsrichter sind auch während des laufenden Spieljahres möglich.
  2. Die Schiedsrichterausschüsse der KFV/SFV unterstützen die Pflichterfüllung der Vereine durch regelmäßige und nachweisfähige Ausbildungsangebote zur Schiedsrichterausbildung, so dass eine Ausbildung bei Bedarf auch im laufenden Spieljahr möglich ist.
  3. Melden die Vereine nicht entsprechend § 13 a der SpO die erforderliche Anzahl an Schiedsrichter, sind je fehlender Schiedsrichter nachfolgende Geldstrafen und Sanktionen zu erheben:
    1. im ersten Jahr (Sanktionsstufe 1)
      oberhalb der Verbandsliga: 350 – 500 €
      Verbands- und Landesliga: 150 – 350 €
      Landesklasse: 100 – 250 €
      Kreisebene: 80 – 150 €
    2. im zweiten Jahr (Sanktionsstufe 2)
      oberhalb der Verbandsliga: 400 – 800 €
      Verbands- und Landesliga: 300 – 500 €
      Landesklasse: 200 – 350 €
      Kreisebene: 120 – 200 €
    3. im zweiten Jahr (Sanktionsstufe 3)
      oberhalb der Verbandsliga: 600 – 1200 €
      Verbands- und Landesliga: 450 – 700 €
      Landesklasse: 300 – 450 €
      Kreisebene: 200 – 350 €
    4. im zweiten Jahr (Sanktionsstufe 4)
      oberhalb der Verbandsliga: 1400 – 1600 €
      Verbands- und Landesliga: 1000 – 1400 €
      Landesklasse: 700 – 1000 €
      Kreisebene: 500 – 700 €
    5. Bei Verstoß entsprechend 3c) oder 3d) (Sanktionsstufen 3 und 4) ist neben der Geldstrafe auch mit Punktabzug, unabhängig von der Anzahl der Schiedsrichter, zu erkennen:
      • im 3. Jahr: 3 Punkte
      • im 4. Jahr: 6 Punkte
      • ab dem 5. Jahr und den Folgejahren: 9 Punkte

Bei Anträgen der Schiedsrichterausschüsse entsprechend § 13 a, Ziffer 11 nach dem letzten Spieltag der Hinrunde des laufenden Spieljahres bezieht sich ein Punktabzug gemäß e) auf das folgende Spieljahr.

Dieser Punktabzug wird bis zum 31.05. des Spieljahres, indem die Sanktion rechtskräftig ausgesprochen wurde, ausgesetzt und erlischt, wenn bis dahin das Schiedsrichter-Soll eines Vereins durch Neuausbildung, unter Beachtung § 13a, Ziffer 13, ausgeglichen wird.

  1. Bei mehreren Schiedsrichtern in unterschiedlichen Nichterfüllungsjahren (Sanktionsstufen) wird der Punktabzug nach dem höchsten Jahr / höchster Sanktionsstufe bestimmt. Der Punktabzug bezieht sich auf die höchstklassige Herrenmannschaft im Landesund Kreisspielbetrieb bzw. bei reinen Frauenvereinen auf die höchstklassige Frauenmannschaft im Landesund Kreisspielbetrieb. Sofern zwischenzeitlich keine Mannschaft eines betroffenen Vereins/Mitglieds am Spielbetrieb im Landes- und Kreisspielbetrieb beteiligt ist, ruht die Sanktionsstrafe in der bis dahin erreichten Sanktionsstufe für die Dauer von zwei Jahren.
  2. Liegt zwischen dem letzten Jahr der Nichterfüllung und dem neuerlichen Jahr der Nichterfüllung ein Jahr der Erfüllung, so werden die Jahre der Nichterfüllung fortgezählt. Liegen zwischen dem letzten Jahr der Nichterfüllung und dem neuerlichen Jahr der Nichterfüllung zwei Jahre der Erfüllung, so beginnt die Wertung wieder bei § 37 a Ziffer 3 a (Sanktionsstufe 1). Im Übrigen werden die Sanktionsstufen nacheinander durchlaufen.
  3. Die Jahre der Nichterfüllung sind unabhängig von der Zuständigkeit der Spielklasse in Anrechnung zu bringen und gelten somit vom ersten Jahr der Nichterfüllung (Sanktionsstufe 1) fortlaufend weiter. Dabei sind die Jahre der Nichterfüllung zu berücksichtigen, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung in den Mitgliedsverbänden angefallen sind.
  4. Das Sportgericht des FSA ist immer dann zuständig, wenn die höchst eingestufte Mannschaft des Vereins auf bzw. oberhalb der Landesebene am Spielbetrieb teilnimmt. Die durch die Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls angefallenen Geldstrafen werden unverzüglich dem KFV / SFV zur Verfügung gestellt, dem der betreffende Verein / Mitglied angehört.
  5. Manipulationen, die den Inhalt der vorstehenden Regelungen unterlaufen, können im Rahmen bestehender Vorschriften und Bestimmungen der Ordnungen des Verbandes zum Verfahrensgegenstand werden. Hierzu gehören auch unlautere Machenschaften in der Sache.

Übergangsbestimmungen lt. Beschluss

  1. Die Vereine, die mit Beendigung des Spieljahres 2017/2018 bereits den Bestimmungen des § 37 a, Ziffer 3, 3b) und 3c) der ReVO verwirklicht haben, werden ab dem Spieljahr 2018/19 in die nächsthöhere neu festgelegte Sanktionsstufe entsprechend der dann vorhandenen Nichterfüllung eingeordnet, in Bezug auf die zu verhängenden Geldstrafen nach Ziffer 3.
  2. Die Vereine, die bereits die Sanktionsstufe 4 (Ziffer 3d) oder mehr Jahre der Nichterfüllung) erreicht haben, werden ab dem Spieljahr 2018/19 in der entsprechenden Sanktionsstufe der Neufestlegung weitergeführt, in Bezug auf die zu verhängenden Geldstrafen nach Ziffer 3. Mit Inkrafttreten des § 37 a gilt für alle Vereine, egal in welcher Sanktionsstufe sie sich befinden, dass der Punktabzug nach Ziffer 3 e) in die Sanktionsstufe Null gesetzt wird und ausschließlich die Berechnungsgrundlage für die Ziffer 3e) am 01.07.2018 beginnt.